Wandern ist

Die Sonne im Nebel finden…

Waldbaden – die Energie des Waldes mit allen Sinnen wahrnehmen…

Sich erden…

Neue Ausblicke und Einblicke bekommen…

Ballast loslassen…

Sich mit der Natur verbinden, zur Ruhe kommen, Lebendigkeit spüren, Kraft tanken

#Gesundheit #Auf den Spuren der Vulkane #Im Herzschritt unterwegs #Waldbaden #Biophilia Effekt

Hoffnung – Zuversicht – Vertrauen

Viele sind vom Lockdown emotional, sozial oder wirtschaftlich schwer getroffen. Jede Verlängerung des Lockdowns macht die Hoffnung, dass alles bald wieder ganz normal sein wird, zunichte. Der Frustationsspiegel steigt und führt zu Verschwörungstheorien, zu teils absurden Reaktionen, wie gewaltsamen Aktionen und zur noch tieferen Spaltung in der Gesellschaft.

Wir brauchen Bewältungsstrategien in dieser Krise. Hoffnung, Zuversicht und Vertrauen sind möglicherweise jene Qualitäten, die uns helfen, diese Coronapandemie gut zu meistern.

Was gibt Hoffnung?
„Hoffnung ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern die Gewissheit, dass etwas Sinn macht, egal wie es ausgeht“ sagte Václav Havel, tschechischer Dramatiker, Menschenrechtler und Politiker, der sich nach der Niederschlagung des „Prager Frühlings“ öffentlich gegen das kommunistische Regime stellte und dafür 5 Jahre im Gefängnis verbrachte. Er trieb nichts desto trotz die „Samtene Revolution“ in Tschechien voran und wurde später zum Staatspräsidenten gewählt.

Es scheint diese Einstellung zu sein, die vielen Menschen hilft,schwere Schicksalschläge, wie lebensbedrohende Krankheit, Unfall, Verlust, zu überwinden und ein neues Leben danach aufzubauen. Es kann jedem von uns passieren, dass das Leben, wie wir es uns ausgemalt haben, auf einmal zusammenbricht. Doch wir Menschen sind ungemein anpassungsfähig. Mit der richtigen Einstellung bringen wir die Motivation auf, ganz von vorne zu beginnen.

Woher kommt die Zuversicht?
„Zuversicht ist die Einsicht auf Aussicht.“ In diesem Zitat von Ernst Ferstl wird klar, dass die Zuversicht in uns selbst leben muss. Es ist die Perspektive, wie wir die „Wirklichkeit“ sehen und die Einstellung, wie wir sie annehmen. Es gilt, die Krise als Wachstumsaufgabe zu erkennen und zu entdecken, was in mir steckt, was ich vor dieser Krise noch nicht gebraucht habe.

Das Gedicht Invictus hat Nelson Mandela über die schwierige Zeit im Gefängnis geholfen:

Out of the night that covers me,
Black as the pit from pole to pole,
I thank whatever gods may be
For my unconquerable soul.

In the fell clutch of circumstance
I have not winced nor cried aloud.
Under the bludgeonings of chance
My head is bloody, but unbowed.

Beyond this place of wrath and tears
Looms but the horror of the shade,
And yet the menace of the years
Finds and shall find me unafraid.

It matters not how strait the gate,
How charged with punishments the scroll,
I am the master of my fate:
I am the captain of my soul.
Aus finstrer Nacht, die mich umragt,
durch Dunkelheit mein’ Geist ich quäl.
Ich dank, welch Gott es geben mag,
dass unbezwung’n ist meine Seel.

Trotz Pein, die mir das Leben war,
man sah kein Zucken, sah kein Toben.
Des Schicksals Schläg in großer Schar.
Mein Haupt voll Blut, doch stets erhob’n.

Jenseits dies Orts voll Zorn und Tränen,
ragt auf der Alp der Schattenwelt.
Stets finden mich der Welt Hyänen.
Die Furcht an meinem Ich zerschellt.

Egal, wie schmal das Tor,
wie groß, wieviel Bestrafung ich auch zähl.
Ich bin der Meister meines Los’.
Ich bin der Käpt’n meiner Seel.
In diesem Gedicht beschreibt der englische Dichter Ernest Henley seinen letztlich erfolgreichen Kampf gegen seine Knochentuberkulose

Was schafft Vertrauen?
„Vertrauen bedeutet den ersten Schritt zu tun auch wenn du die Treppe noch nicht ganz sehen kannst.“ Dieses Zitat stammt von Martin Luther King. Es reicht nicht nur zu hoffen oder zuversichtlich zu sein, um den ersten Schritt zu machen. Vertrauen will gelebt sein. Sobald wir den Schritt in eine unsichere Zukunft wagen, treibt es uns an, den nächsten zu tun, und den nächsten und den nächsten. Vertrauen stellt sich ein, sobald wir die Entscheidung getroffen haben, diesen Weg zu gehen. Vertrauen ist das Gefühl, geführt, beschützt und geliebt zu sein. Dieses Gefühl finden wir, wenn wir uns in der Natur umsehen und in dieses ewige „Stirb und werde“ eintauchen. Wir finden es in Menschen, die uns Freundschaft, Mitgefühl, Unterstützung, Begleitung und Liebe schenken. Wir finden es in der Spiritualität – in dem Glauben an eine universelle Kraft, die alles lenkt – wir können sie auch Gott nennen.

Inspiriert zu diesem Text hat mich ein Artikel in Die Zeit Nr 7: „Woher nehmen wir die Zuversicht?“

Wintersonnenwende 2020

Was für eine besondere Zeit!

Durch die Pandemie wurden alle Fehlentwicklung in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft uvm. …offensichtlich. Zu Beginn der Krise spürte ich, dass es gut ist für uns, und uns zum Umdenken bringt. Mit zunehmender Dauer und dem ständigen Hin und Her der Maßnahmen empfand ich es mehr und mehr als Frechheit, ja ich dachte „die Verarsche geht weiter“. Doch mittlerweile bin ich der Meinung: „es gibt nichts Besseres für unsere Entwicklung“.Ich akzeptiere das jeden Tag mit größerer Tiefe und Hingabe!

Und die Sterne geben Hoffnung:

Ein besonderes Tor öffnet sich wieder: Heute am 21.12.2020,ca. 19:00 fällt die „Große Konjunktion“ von Jupiter und Saturn mit der Wintersonnenwende in unseren Breiten zusammen. Dieses Ereignis gibt es nur ca alle 400 Jahre und legt die Schienen ins neue Goldene Zeitalter, eröffnet den Weg ins Wassermann-Zeitalter.

Es ist laut Astrologen ein großer Wendepunkt, der es verdient in Würde, Liebe, Friede und Wachsamkeit begangen zu werden!
Die Zeit bricht an, in der starke lichtvolle Impulse für das Umfeld und die Welt tatsächlich leichter Fuß fassen. Eine Zeit für Ideale; erfolgreiche Jahrzehnte für gelingende beseelte Visionen!

Einfacher heißt nicht ohne uns, denn „Gott“ braucht unsere Herzen und Hände und Füße und auch die klaren Köpfe. Gedankenhygiene wird sich in den nächsten Jahren unglaublich bezahlt machen.

Wir müssen nicht viele Dinge lernen: eigentlich „nur“ Gleich-Wertigkeit der Wesen und die gegenseitige Unterstützung – rührt und berührt Euch.
Behandelt jeden Menschen so, als wäre er z.B. Eure geliebte Tochter oder Opa, als gehöre er zu Eurer Familie. Bleibt im Herzen. Bleibt im liebevollen Tun, in der friedlichen Akzeptanz der Zustände.

Sprecht mit Mut und Vertrauen aus, was Herz und Vernunft Euch vorschlagen.
Vertraut auf das Göttliche in Euch. Stärkt das Licht in Euch.

Wir haben die einmalige Gelegenheit, in einer Zeit mitzugestalten, in der das erfolgreiche Arbeiten für das Kommen einer beseelten WIR-Kultur, der göttlichen Liebe und des tiefen Friedens beginnt.

 Bitte nutzt diesen Tag für klare, lichtvolle Gedanken, erhabene Gefühle und göttliche Visionen für Euch und Eure Aufgaben.

 Alles = Liebe

Brauchen wir die Kunst?

Diese Frage stellten sich so manche schon vor Corona.
Durch die gesundheitlichen und vor allem die wirtschaftlichen Folgen dieser Pandemie höre ich sie immer öfter. Besonders wenn es um die Verteilung von Fördergeldern geht.

Ich beantworte Frage mit einer Aussage von Nikolaus Hanoncourt:
„Die Kunst ist die Nabelschnur, die uns mit dem Göttlichen verbindet“

Kunst bewegt und fordert

Ja – Kunst führt in erweiterte geistige und emotionale Dimensionen, bewegt, berührt, bringt neue Perspektiven, erheitert, führt in unergründliche Tiefen oder in lichte Höhen, fordert, eröffnet neue Perspektiven, klingt in uns, konfrontiert uns, entschleunigt oder beschleunigt, macht fröhlich oder traurig, bringt zum Weinen oder Lachen,…

Kunst verändert uns – egal ob wir sie nur „konsumieren“ oder selbst künstlerisch tätig sind. Die Auseinandersetzung mit Kunst bringt unser Sein, unseren Geist in Schwingung. Kunst ist ein Lebensmittel. Heißt es doch, es ist LebensKUNST, wenn man ein glückliches, erfülltes Leben führt.


Ich fände es schrecklich, nicht mehr in den Genuss eines Konzertes zu kommen und mich von der Musik mitnehmen zu lassen in eine von Tönen erfüllte Klangwolke.
Ich fände es traurig, nicht mehr von Gedichten, Romanen oder Geschichten in eine andere Welt gebracht zu werden.
Ich würde es sehr vermissen, in Gemälden und Skulpturen zu lesen und mich an ihnen zu erfreuen.

Das alles verdanken wir Menschen, Künstlerinnen und Künstlern, die zumeist von ihrer Kunst auch leben wollen. Damit sie weiter unsere Nabelschnur zum Göttlichen sein können, brauchen sie gerade jetzt, wo ihre Existenz bedroht ist, unsere Unterstützung. Mit der Aktion Online-Advent in der Südoststeiermark bietet die Kulturarbeitsgemeinschaft der Region frische.HOCH.kultur Künstler*innen eine Plattform und sammelt andererseits Wertschätzungsbeiträge, um es einigen Künstlern zu ermöglichen, weiter ihre Werke zu schaffen.

Wider das Virus Angst

Angst ist eine gewaltige Energie, die sich durch Covid19 in unserer Gesellschaft entlädt, wie ein Blitz.
Jetzt in dieser Pandemie, die alles unsicher macht, einer Zeit des Wandels, in der es uns alle im wahrsten Sinn des Wortes wandelt, ist diese Energie, die Angst kollektiv und ganz stark spürbar. Die Unsicherheit, das Eingeschränktsein, das Gefühl auf sich selbst zurückgeworfen zu sein, nicht zu wissen wie es in Zukunft weitergehen soll, die negativen finanziellen Aussichten, der Kontrollverlust – all das ruft Ängste hervor. Es ist sehr schwer, sich dem zu entziehen.

Grundsätzlich ist Angst ein Gefühl, dass uns schützen soll – vor realen Gefahren. Nun ist das neuartige Virus zwar eine reale Gefahr. Aber mit umsichtigen Verhalten – Abstand halten, Mund-Nasen-Schutz tragen, Händewaschen, große Menschenansammlungen vermeiden – können wir uns gut durch unsere Vorsicht und Rücksicht schützen.


Der beste Schutz in dieser Zeit ist ein intaktes Immunsystem. Jede und jeder kann sein Immunsystem und seine Selbstheilungskräfte sowohl physisch als auch psychisch stärken.

Physisch durch ausgewogene, gesunde Ernährung und ein gesundes Maß an Bewegung.

Psychisch durch einen Perspektivenwechsel. „Wenn man ändert, wie man auf Dinge schaut, ändern sich die Dinge“, sagte der deutsche Physiker Max Planck.
Studien beweisen, dass es sich auszahlt, Situationen aus einem neuen Blickwinkel zu betrachten. Wer es gelernt hat , einen pessimistischen Blick auf sein Lebenzu haben, gerät oftmals in eine Spirale von Angst. Zum Glück kann man das mit der bewussten Entscheidung, das zu ändern, und Übung auch wieder verlernen. Dabei unterstützen Achtsamkeit und Dankbarkeit. Dankbarkeit holt den Focus für das Positive in dein Leben und lässt sich ebenso wie Achtsamkeit leicht in den Alltag integrieren.
Entspannung, innere Einkehr und Meditation sind sehr effektive Methoden, die deine Immunabwehr stärken. In tiefe Entspannung, kommen wir in der Meditation. Wem das jetzt zu „esoterisch“ klingt: Das Wort kommt vom lateinischen “meditari” und bedeutet “nachsinnen, nachdenken, sich üben, vorbereiten”. Zahlreiche Wissenschafter weltweit belegen mit ihren Studien den positiven Effekt von regelmäßiger Meditation auf unsere Gesundheit. Unser Gehirn wird besser vernetzt, wir nehmen uns selbst und unseren Körper bewusster wahr, und können unsere Emotionen besser kontrollieren.

Osho, ein bekannter indischer Philosoph wurde vor etwa 40 Jahren gefragt: „Wie kann man die Pandemie vermeiden“, als sich AIDS ausbreitete.
Osho antwortete: „Du stellst die falsche Frage – die richtige Frage sollte lauten: WIE MAN DIE ANGST VOR TOD VERMEIDET, WEIL DIE EPIDEMIE DA IST?“
Es ist sehr einfach, einen Virus zu vermeiden, aber es ist sehr schwer, Angst in dir und auf der Welt zu vermeiden. Menschen werden mehr an Angst sterben als an einer Epidemie. Kein Virus auf dieser Welt ist gefährlicher als Angst.

Verstehe diese Angst, sonst bist du lebendig tot, bevor dein Körper stirbt. Das hat nichts mit dem Virus zu tun. Die gruselige Atmosphäre, die man in diesen Zeiten der Pandemie spürt, ist ein kollektiver Wahnsinn. Das ist schon tausend Mal passiert und es passiert jetzt. Und es wird dauern, wenn du die Angst nicht verstehst. In den Momenten des kollektiven Wahnsinns kann dein Bewusstsein komplett verloren gehen. Du wirst nicht einmal wissen, wann du die Kontrolle über deine Angst verloren hast. Dann kann Angst dich dazu bringen, alles zu tun.

Sei vorsichtig. Schaue keine Nachrichten, die Angst verursachen. Hör auf, über eine Epidemie zu reden, denn das Gleiche immer und immer wieder zu wiederholen, ist wie Autohypnose. ANGST IST EIN TYP DER AUTOHYPNOSE und verursacht chemische Veränderungen im Körper. Und wenn man es immer und immer wieder wiederholt, wird eine chemische Veränderung ausgelöst, die manchmal so giftig sein kann, dass sie töten kann. Während einer Epidemie wird die Energie auf der ganzen Welt irrational. So kannst du jederzeit in ein schwarzes Loch fallen.

Meditation verhilft zu einer schützenden Schwingung, die KEINE negative Energie durchdringen kann.“
Osho

Herbstgedicht

In der Gallerie Gölles sind derzeit Werke des Künstlerehepaars Alois Mosbacher und Frenzi Rigling zu sehen.
Mich haben vor allem die Werke von Frenzi Rigling angesprochen, für die der Blick auf Zwischenräume ein westenlicher Teil ihrer künstlerischen Arbeit ist. Stellvertretend hierfür möchte ich hier ihre Darstellung von Rainer Maria Rilkes Herbstgedicht zeigen.

Durch dieses Bild habe ich die Worte Rainer Maria Rilkes auf neue Weise gelesen und war tief berührt.

Es sind die Zwischenräume, die den Blick auf das Leben verändern und vertiefen.

Es sind die Pausen, die Stille inmitten des Lärms, die das Wesentliche sichtbar, spürbar, hörbar machen.

Aus der Balance – Frau und Mann

Durch das Covid-19 Virus offenbart sich, die nicht ausbalancierte Gewichtung zwischen Frauen und Männern ganz deutlich. Mich erschüttern vor allem 2 Aspekte, die durch die Coronakrise schonungslos aufzeigt werden.

In einer internationalen Studie des online journal BMJ Global Health wurde erhoben, dass mehr als 85% der Corona-Maßnahmen weltweit von Männern getroffen und angeordnet wurden und werden.


Auf der anderen Seite sind Frauen wirtschaftlich und sozial härter von der Krise betroffen.
80% mehr Frauen als Männer wurden coroanabedingt arbeitslos. Dafür leisteten Frauen während des Lockdowns mehr unbezahlte Betreuungsarbeiten, wie Kinderbetreuung, Lernbetreuung, Pflegebetreuung. Sie waren zum Teil einem höheres Risiko von häuslicher Gewalt ausgeliefert. Das alles ohne die Möglichkeit, externe Hilfe während des Lockdown zu bekommen. Das zeigt ganz klar, dass unsere Gesellschaft von Gleichwertigkeit und Gleichberechtigung noch weit entfernt ist.

Welche Maßnahmen würden wohl in ausbalancierten „Corona task forces“ getroffen?

Eine mögliche Antwort gibt das Video hautfront von Anna Witt, das im Rahmen des
steirischen herbst20 mit Frauen aus Feldbach und Graz produziert wurde.

Leben in Balance

Für mich bedeutet Balance stetige Bewegung…

…es bedeutet keinesfalls Stillstand, es heißt nicht, die Waage in der Mitte zu halten.
Balance ist das immerwährende Austarieren der Pole – wie Berg- und Talfahrt, Stress und Entspannung, Erfolg und Misserfolg, Arbeit und Freizeit, Beruf und Familie……..

Balance bedeutet für sich und in seinem Umfeld das richtige zu Maß finden. Für dieses richtige Maß gibt es keine allgemeingültige Regel. Jeder Mensch ist einzigartig und Balance ist, wie das Leben selbst, ein ständiger Prozess und muß immer wieder neu ausgewogen werden.

Dabei hilft eine Frage, die sich jeder selbst stellen kann:
Halte ich es so, wie es jetzt läuft, auf unbestimmte Zeit und mit ausreichender Zufriedenheit durch? Wer darauf „ja“ sagt, kann davon ausgehen, dass er seine Balance für den Moment gefunden hat.
Man sollte sich diese Frage immer wieder stellen. Wenn man sie irgendwann mit „nein“ beantwortet, sollte man abbremsen und weiterfragen:
Was will ich wirklich? Was muss ich selbst machen, was kann ich abgeben oder einfach sein lassen? Klären Sie Ihre Prioritäten für sich selbst, dann wird sich ganz von allein zeigen, wie Sie nachhaltig weitermachen können und mit sich und ihrem Umfeld zufrieden sind.

Niemand sonst kann uns das Denken und Entscheiden abnehmen. Sich selbst gut zu kennen, ist immer noch das beste Mittel, um ein selbstbestimmtes Leben in der eigenen Balance zu führen.

Gut geschützt durch die „kalte“ Jahreszeit

Die 5 Säulen von Gesundheit

Verschnupfte Nasen, Husten, Halskratzen usw, waren immer schon lästige Begleiter von Herbst und Winter. In diesem Jahr allerdings sind sie mit Covit-19 zu Schreckgespenstern geworden, die viele von uns in Panik versetzen. Umso wichtiger ist es, uns um eine gute, ausbalancierte Immunfitness zu kümmern.

Der Mensch eingebunden im großen Ganzen

Körper, Geist und Seele in ihrem Zusammenspiel beeinflussen maßgeblich unser Leben. Sie können sich gegenseitig unterstützen, aber auch behindern. Vieles läuft sehr komplex, automatisch und unbewusst ab. Es gibt aber 5 Bereiche, die wir ganz bewusst und selbstwirksam beeinflussen können. Und es ist eigentlich ganz einfach, seine Immunabwehr gut zu rüsten:

  1. Säule: Sich immunfit essen
    Das heißt viel regionales Gemüse und Obst, womit wir unser Immunsystem mit allen Nährstoffen, die es braucht, versorgen:
    Polyphenole und Carotine, enthalten in Äpfeln, Karotten, dunklen Beeren, Zwiebeln, Käferbohnen;
    Eisen, enthalten in Rindfleisch, Kürbiskernen, Amaranth, Leinsamen, Hafer, Spinat;
    Zink, enthalten in Lamm, Kürbiskernen, Hafer, Linsen;
    Selen, enthalten in Eidotter, Vollkornweizen, Fisch;
    Vitamin A, enthalten in Karotten, Süßkartoffeln, Spinat;
    Vitamin E, enthalten in Sonnenblumen-, Raps-, Oliven-, Lein-, Kernöl;
    Vitamin C, enthalten in Paprika, Petersilie, Kren, Grünkohl, schwarzen Ribiseln;
    Vitamin B, enthalten in Rindsleber, Eier, Milch, Käse, Quinoa, Kartoffeln, Chinakohl.
    Abgesehen von den Vitaminen und Mineralstoffen enthalten Obst und Gemüse zahlreiche sekundäre Pflanzenstoffe, die freie Radikale unschädlich machen und somit vor Krankheitserregern schützen.
    Wenn wir gleichzeitig alle schädlichen Einflüsse wie Rauchen, übermäßigen Alkoholkonsum oder extremes Fasten weglassen, haben wir viel für unsere Gesundheit getan.
  2. Säule: Sich immunfit bewegen
    Wir sind geboren, um uns zu bewegen – aber schon ab der Schulzeit werden wir zu sitzenden Tätigkeiten quasi gezwungen. Dass Bewegung und Gesundheit Hand in Hand gehen, beweisen viele wissenschaftliche Studien.
    Aber Achtung: Zu viel ist zu viel und zu wenig ist zu wenig. Täglich ein bisschen nützt mehr, als sich einmal im Monat komplett auszupowern. Und 2 – 3 Mal pro Woche eine Ausdauersportart wie moderates Laufen, Walken, Radfahren oder Schwimmen wirkt sich erwiesenermaßen positiv auf das Immunsystem aus.
  3. Säule: Stress reduzieren
    Dauerhafter Stress unterdrückt auf Dauer unser Immunsystem. Stress hat vielerlei Ursachen, und wir erleben gerade jetzt in der Coronakrise, dass Angst viele Menschen dauerhaft stresst. Entspannung ist die natürliche Antwort auf Stress. Um sich den angstmachenden Bildern und Erzählungen zu entziehen, kann schon allein das „Nachrichtenfasten“ zur Entspannung führen. Noch effektiver ist es, ganz bewusst eine neue Sichtweise auf die Situationen zu lenken und aktiv und selbstwirksam zu werden. Z.B.: bewusst und aktiv entspannende Momente in den Alltag einbauen – führt zu mehr Zuversicht und Gelassenheit und wappnet und damit gegen Viren und Bakterien. Bewusstes Atmen, oder ein Ritual der Dankbarkeit, ein kurzer Spaziergang in der Natur, Achtsamkeit für die alltäglichen Momente des Glücks. Das eine oder andere verhilft uns ganz nebenbei zu gutem Schlaf, der auch sehr wichtig für ein gut funktionierendes Immunsystem ist.
  4. Säule: Gesunde Beziehungen
    „Menschen, die in Beziehung leben, kommen mit Stress viel besser zurecht als Singles.“ Dasselbe Phänomen sei in anderen schwierigen Situationen zu beobachten, haben Sozialforscher in einer Studie herausgefunden. „Gute Beziehungen wirken positv auf unser Immunsystem“ sagt der Neuroimmunologe Dr. Christian Schubert.
    Wir dürfen also nie vergessen, wie wichtig Freundschaft ist!
  5. Säule: Spirituelle Seelennahrung
    Meditieren aktiviert tiefenwirksam unser Immunsystem. Wissenschafter weltweit belegen mit ihren Studien den positiven Effekt von regelmäßiger Meditation auf unsere Gesundheit. Unser Gehirn wird besser vernetzt, wir nehmen uns selbst und unseren Körper bewusster wahr und können unsere Emotionen besser kontrollieren. Somit ist die innere Einkehr bestens geeignet für Selbstfürsorge und Gesundheitsförderung.
    Auch ein Gebet ist eine Form der inneren Einkehr. Der Glaube an eine höhere Kraft, an das Göttliche in und um uns, bedeutet auch spirituelle Einkehr.
    Dass der Glaube Berge versetzen kann, sehen wir z. B. beim Placeboeffekt, dessen Erforschung große Erfolge bei der Behandlung von Krankheiten zeigt. Allein die positive Erwartung bewirkt, dass unser Gehirn dem Körper signalisiert, dass er mit etwas Gutem rechnen kann. Das führt wiederum zu der Entspannung, in der unsere Selbstheilungskräfte voll aktiv sind.


Herbst is…

…und weils grad so passend ist – das Gedicht von Ernst Jandl

Zweierlei Handzeichen
ich bekreuzige mich
vor jeder kirche
ich bezwetschkige mich
vor jedem obstgarten

wie ich ersteres tue
weiß jeder katholik
wie ich letzteres tue
ich allein