Leichtigkeit

Du musst das Leben nicht verstehen,
dann wird es werden wie ein Fest.
Und lass dir jeden Tag geschehen
so wie ein Kind im Weitergehen von jedem Wehen
sich viele Blüten schenken lässt.

Sie aufzusammeln und zu sparen,
das kommt dem Kind nicht in den Sinn.
Es löst sie leise aus den Haaren,
drin sie so gern gefangen waren,
und hält den lieben jungen Jahren
nach neuen seine Hände hin


Sich diese Augenblicke immer wieder einmal zu nehmen…
dazu lädt uns Rainer Maria Rilke ein…
dazu lade ich DICH ein…
dazu laden uns auch Bibelworte ein…

Werdet wie die Kinder!

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Veränderung

Das Leben ist Veränderung – stetig.
Woher kommt dann die Angst, vor der Veränderung der Arbeitswelt, vor der digitalen Veränderung, vor dem Älterwerden, ……??

Es ist die Angst vor dem Unbekannten, vor dem, was auf uns zukommt.
Dieser Angst zu begegnen lädt uns Rilke mit seiner Poesie ein:

Aber das Leben ist Veränderung, das Gute ist eine und das Schlechte auch, und darum hat der Recht, der alles als etwas nimmt oder nicht,
was nicht wiederkommt, mag er dann vergessen oder nicht,
wenn er nur eine Weile ganz herum war,
der Schauplatz, die Atmosphäre, die Welt dessen, was geschah,
wenn es nur in ihm geschah, mitten in ihm, Gutes wie Arges – ,
dann bleibt ihm eigentlich nichts zu befürchten, denn dann ist auch immer ein Nächstes da und jedesmal ein Bedeutendes:
so sehr liegt es an unserer Teilnehmung, die Dinge ins Wesenhafte zu steigern, wenn sie unsere Meinung fühlen, nehmen sie sich zusammen und bleiben nicht zurück und sind alles, was sie können;
und in jedem Neuen ist dann das Alte ganz, nur anders und um vieles vermehrt.
Rainer Maria Rilke

Jeder Augenblick unseres Lebens ist einzigartig, ein ganz besonderes Geschenk. Wenn wir mit mehr Achtsamkeit, mehr Aufmerksamkeit durchs Leben gehen, werden wir alle Möglichkeiten unseres Daseins erkennen. Alles, wovor wir uns fürchten und alles, was wir uns erhoffen ist Teil des Lebens. Wenn wir unser Leben als Kunstwerk betrachten, das wir mit all unserem Tun, mit jeder Entscheidung und jedem Entschluß aktiv gestalten und jederzeit verändern können, gibt es keine Ängste vor Veränderung mehr.

Das Leben ist Veränderung.
Das zeigt sich gerade jetzt im Frühling überall in der Natur:
Jedes Samenkorn streckt sein Köpfchen der Sonne entgegen und will nichts anderes als sein Wesen zum Blühen zu bringen.

Dieser Lauf der Natur steckt auch in uns. Und uns ist die wunderbare Möglichkeit gegeben, aktiv und kreativ zu unserem eigenen Wandel beizutragen.

Wahres Glück

So beschreibt es Hermann Hesse:

Solang du nach dem Glücke jagst,
bist du nicht reif zum Glücklichsein,
und wäre alles Liebste dein.

Solang du um Verlorenes klagst
und Ziele hast und rastlos bist,
weißt du noch nicht, was Friede ist.

Erst wenn du jedem Wunsch entsagst,
nicht Ziel mehr noch Begehren kennst,
das Glück nicht mehr beim Namen nennst
,
dann reicht dir des Geschehens Flut
nicht mehr ans Herz, und deine Seele ruht.

Wahres Glück ist demnach das „Nichts mehr wollen“,
und bedeutet, sich voll und ganz dem Fluß des Lebens hinzugeben.
Diesen Zustand von Zufriedenheit erfährt man beim unbeschwerten, absichtslosen Spielen, Lachen, in Meditation, beim Sex,….
sehr oft auch in der „besseren zweiten Lebenshälfte“.

Ein heißer Buchtipp zu diesem Thema



Gesundheit – Prävention – Selbstheilung

Was ist Gesundheit überhaupt?
Schon im Jahre 1946 definierte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) Gesundheit folgendermaßen:
„Gesundheit ist ein Zustand vollständigen körperlichen, seelischen und sozialen Wohlbefindens und nicht nur das Freisein von Krankheit oder Gebrechen.“
Wenn du also gesund bist, ist das dem perfekten Zusammenspiel von Körper, Geist, Seele, Umwelt, Gemeinschaft und Mitmenschen zu verdanken. Gesundheit ist jedoch – wir alle wissen es – nichts Statisches, sondern ein permanenter Prozess. Das heißt für jeden Einzelnen von uns, dass wir selbst sehr viel zu unserem Gesundsein beitragen können.

Kommt dir das bekannt vor?
Aber,.. keine Zeit,… bzw. dein innerer Schweinehund hat dich meist fest im Griff! Um diesen zu besiegen, braucht es eine Änderung des Lebensstils. Und das bedeutet, neues Verhalten zu üben. So wie es jedes Kind beim Gehenlernen macht. Es übt ständig, und nach jedem Hinfallen steht es wieder auf und probiert es weiter – bis diese sehr komplexe Koordination von Körper und Gehirn ganz automatisch läuft.

Prävention ist im Wesentlichen Selbstfürsorge…
die im Sinne der obigen Gesundheitsdefinition auf 4 Säulen beruht:
> Stressreduziertes Verhalten – eine Lebensweise, die viel Wert auf Freundschaft, Liebe und Optimismus legt
> Achtsamer Genuss und Ernährung
> Gesundes Maß an Bewegung
> Entspannung, regelmäßige innere Einkehr und Meditation

Stressreduziertes Verhalten
Wir sind in der heutigen Zeit durch digitale Medien einem permanenten „Informationsüberfluss“ ausgesetzt, der uns ständig in Atem hält. Das bedeutet für den Körper Stress. Dieser ständige Stress blockiert unser Immunsystem und kann zu ernsten Krankheiten wie Krebs und Herzinfarkt führen. Stress ist aber nicht per se schlecht, er ist in manchen Situationen unseres Lebens motivierend oder gar überlebenswichtig.
Stressreduziertes Verhalten heißt, im Alltag achtsam zu sein. Das bedeutet Wachsamkeit, aufmerksam sein im Hier und Jetzt. Achtsamkeit macht uns offener und empfänglicher für das, worum es im Moment geht – egal, ob das Handlungen, Gedanken, Gefühle oder das soziale Umfeld betrifft:
beobachten, spüren, bemerken – nicht bewerten.
Achtsamkeit eröffnet dir Spielräume, bringt neue Handlungsmöglichkeiten und macht dich zum Regisseur deines Lebens.
Dankbarkeit holt den Focus für das Positive in dein Leben und lässt sich ebenso wie Achtsamkeit leicht in den Alltag integrieren. Eine gute und vor allem entspannende Art, den Tag zu beenden, ist es, dich an mindestens 5 Situationen zu erinnern, für die du dankbar bist. Du kannst es für dich im Stillen machen oder es deiner Partnerin/deinem Partner erzählen, oder, was noch effizienter ist, ein Dankbarkeitstagebuch führen. Ein besserer Schlaf könnte eine erwünschte Nebenwirkung dieses Rezeptes sein.

Entspannung, Meditation und innere Einkehr    
Die Kehrseite von Stress ist Entspannung. Lange Zeit galt in fast allen Kulturen regelmäßige Ruhe als Grundbedingung für körperliches und geistiges Wohlbefinden. Unser moderner westlicher Lebensstil, unser permanentes „on“ sein müssen ist eine neue und nicht ungefährliche Zeiterscheinung. Das Wissen um die gesundheitliche Relevanz von regelmäßiger Entspannung rückt zwar mehr und mehr in den Blickwinkel der Wissenschaft – in unserem Alltag fehlt uns aber oft die Zeit – bzw. wir glauben, dass uns die Zeit fehlt. Mit einem gut durchdachten Zeitmanagement können wir uns Raum für Entspannung im Alltag schaffen. Dazu gehören entspannende Hobbys genauso wie einfache Übungen, die wir jederzeit in unseren Alltag integrieren können. Z.B.:
Bewusstes Atmen
Du legst deine Hände auf den Bauch und atmest tief in den Bauch ein, dabei zählst du bis 3. Dann die Luft anhalten und wieder bis 3 zählen, beim Ausatmen wieder bis 3 zählen und ebenso vor dem nächsten Einatmen.
Das ist eine schnell wirksame Entspannungsübung für Körper und Geist.
Du kannst auch die Macht der Gedanken zum schnellen Ausstieg aus stressigen Situationen nutzen:
Die Kraftquelle
Gib dir selbst ein Stopp, wenn du bemerkst, dass gerade alles zuviel ist (der Ausstieg aus dem Autopilotmodus ist der schwierigste Teil und sollte schon in nicht so herausfordernden Situationen geübt werden). Hilfreich ist auch aufzustehen oder einen Schritt zur Seite zu machen. Atme tief ein und aus und denke an einen Platz in der Natur, den du besonders gerne magst. Verweile in Gedanken ca. 5 Minuten dort. Sieh dich genau um in dieser Landschaft, erinnere dich an den Duft des Platzes, wie fühlt es sich dort an, verweile dort in deiner Kraftquelle. Welche Gefühle hast du, wenn du dort bist?
Das wären zwei kleine Übungen für die „Erste Hilfe“ bei Stress im Alltag.
In tiefe Entspannung, in der erwiesenermaßen unsere Selbstheilungskräfte aktiviert werden, kommen wir in der Meditation. Wem das jetzt zu „esoterisch“ klingt: Das Wort kommt vom lateinischen
“meditari” und bedeutet “nachsinnen, nachdenken, sich üben, vorbereiten”. Zahlreiche Wissenschafter weltweit belegen mit ihren Studien den positiven Effekt von regelmäßiger Meditation auf unsere Gesundheit. Unser Gehirn wird besser vernetzt, wir nehmen uns selbst und unseren Körper bewusster wahr, und können unsere Emotionen besser kontrollieren. Somit ist die innere Einkehr bestens geeignet für die Selbstfürsorge und Gesundheitsförderung. Im Internet sind viele geführte Meditationen zu finden, um es einfach einmal auszuprobieren.
Auch ein Gebet ist eine Form der inneren Einkehr. Der Glaube an eine höhere Kraft, an das Göttliche in und um uns, bedeutet auch spirituelle Einkehr.
Dass der Glaube Berge versetzen kann, sehen wir auch beim Placeboeffekt, dessen Erforschung große Erfolge bei der Behandlung von Krankheiten zeigt. Allein die positive Erwartung bewirkt, dass unser Gehirn dem Körper signalisiert, dass er mit etwas Gutem rechnen kann. Das führt wiederum zu der Entspannung, in der unsere Selbstheilungskräfte voll aktiv sind.

Achtsames Essen und Genießen
Diese Gesundheitssäule bedeutet ausgewogene Ernährung ebenso, wie sich Zeit für das Kochen zu nehmen, die liebevolle Zubereitung, und das Essen mit allen Sinnen zu genießen – im besten Fall gemeinsam mit lieben Menschen. In den fernöstlichen Medizinschulen (Ayurveda oder TCM zum Beispiel) ist die Ernährung ein wesentlicher Bestandteil von Prävention und Heilung. Wie wir uns gesund ernähren, können wir in unzähligen Ernährungsratgebern nachlesen. Die vielen, höchst unterschiedlichen Konzepte verunsichern jedoch eher, anstatt hilfreich zu sein. Am Besten ist es, dich auf dich selbst zu verlassen. Wenn du dem Essen mehr Achtsamkeit schenkst, jeden Bissen ganz bewusst schmeckst, genießt und dich spürst, kannst du wahrnehmen, was für dein Wohlbefinden und deine Gesundheit am Besten ist.
Du findest selbst heraus, wann, wieviel und was dir gut tut, und bist nicht abhängig von Diätplänen und Ernährungsmoden.

Ein gesundes Maß an Bewegung
Wir sind geboren, um uns zu bewegen – aber schon ab der Schulzeit werden wir zu sitzenden Tätigkeiten quasi gezwungen. Dass Bewegung und Gesundheit Hand in Hand gehen, beweisen viele wissenschaftliche Studien.
Aber mit dem Sport ist es wie mit dem Stress: Zu viel ist zu viel und zu wenig ist zu wenig. Täglich ein bisschen nützt mehr, als sich einmal im Monat komplett auszupowern. Und 2 – 3 Mal pro Woche eine Ausdauersportart wie moderates Laufen, Walken, Radfahren oder Schwimmen hilft, den Blutdruck zu stabilisieren und das Herzinfarktrisiko zu reduzieren. Krafttraining kräftigt Muskulatur und Knochen und fördert Balance und Beweglichkeit.

Wenn du jetzt motiviert bist und all das gerne in deinen Alltag integrieren möchtest, rate ich, dir nicht zu große Ziele am Beginn zu setzen. Beginne Schritt für Schritt – wie du es beim Gehenlernen gemacht hast.

Nicht vergessen: Gesund bleiben wie gesund werden ist ein Prozess, den du zwar ganz bewusst unterstützen kannst. Manchmal aber brauchst du Begleitung und Unterstützung sowohl auf körperlicher wie auch auf geistiger, mentaler und seelischer Ebene.
Gesundheit ist mehr als nur das Freisein von Krankheit und Gebrechen.

„Es gibt nichts Gutes, außer man tut es“: Dieses Motto von Erich Kästner ist ein guter Leitfaden für die Selbstfürsorge.

Buchtipp: Der Selbstheilungscode von Prof. Dr. Med. Tobias Esch,
Goldmann Verlag



Die Macht des Vergebens

Kennst du das auch, dich als Opfer zu fühlen?
Von anderen verletzt, mißbraucht, verhöhnt oder klein gemacht worden zu sein. Hilflos und ohnmächtig aufgrund der Macht, die andere auf dich ausüben.
Kennst du die Wut, den Hass und den Wunsch nach Rache?

Ich glaube wir alle haben solche Erfahrungen in der einen oder anderen Intensität schon gemacht. Und jedes Mal, wenn wir in bestimmten Situationen daran erinnert werden, kommen wieder dieselben Gefühle hoch.
Wut, Hass, Ohnmacht, Verzweiflung,… sie schaden unserer Gesundheit, sie schwächen unsere Lebenskraft und dämpfen oder verschütten unsere Lebensfreude. Wir sind gefangen in einer „Negativspirale“.

Was uns hilft, aus diesem Teufelskreis auszusteigen, zeigt Eva Mozes Kor in ihrem Buch „Die Macht des Vergebens“. Meine Kollegin Ulrike Krammer hat kürzlich das Buch empfohlen.
Eva ist eine Überlebende von Auschwitz und sie beschreibt ihren Lebensweg – die Zeit vor, in und nach dem Lager. Sie zeigt in diesem Bauch sehr eindrücklich, wie sie durch die Vergebung den Hass tranformieren konnte. Vergeben half ihr, aus ihrem „Opfersein“ auszusteigen und verlieh ihr die Macht über ihr Leben zurück.

Hier einige Passagen aus dem Buch:
„Wie wäre es mit einem Brief, in dem ich ihm (dem Arzt Dr. Münch in Auschwitz) alles vergebe?“
(Eva und ihre Zwillingsschwester waren „Opfer“ von Dr. Mengele und seinem Nazi-Ärzteteam in Auschwitz.)
„Ich entdeckte plötzlich, welche Macht ich eigentlich hatte. Ich hatte die Macht, zu vergeben! Jetzt wurde mir plötzlich klar: Ich habe die Verfügungsgewalt über mein Leben. Ich habe Macht. Indem ich Dr. Mengele und den Nazis vergebe würde ich endlich frei sein. Zu entdecken, dass ich selbst die Macht habe über mein Heute und Morgen und immer wieder, war meine persönliche Offenbarung. Es verletzt niemanden. Es tut nicht weh. Es ist kostenlos. Jeder kann es erreichen. Und es hat keine Nebenwirkungen. Es funktioniert.“

„Jeder Tag, den Sie ihrer Wut widmen, ist ein weiterer Tag, an dem ihr Peiniger sie kontrolliert. Vergebung ist der Schlüssel sich zu befreien. Sie halten ihn längst in ihrer Hand“

Dieser simple Weg, einfach zu vergeben – hat mich zutiefst berührt. Dass es jedoch eine Umstellung ist und einer aktiven Tat bedarf, darauf weist Eva auch hin:
“ Vergebung muss praktiziert werden. Sie muss zu einer Lebensform werden. Nur darüber zu lesen, ist zu wenig. Das ist so wie beim Vorsatz einige Kilos durch Sport zu verlieren. Wer sich lediglich ein Video kauft, und dann aber nicht selbst von der Couch springt und die Arme und Beine in die Höhe zu schmeißen, der wird keinen Effekt erzielen. Vergebung muss der eigene Weg werden. Sie muss Teil ihrer Persönlichkeit werden, sollte ein Teil ihrer täglichen Erfahrungswelt werden. Erst dann lassen sich Wut und Ärger weitgehend aus dem Alltag entfernen, und erst dann spüren sie diese gewaltige Kraft. Wie eine Energiequelle, die sie jederzeit anzapfen können. Immer dann, wenn sie es wünschen oder benötigen.
Vergebung beinhaltet eine solche Wucht, dass sie es letztlich nicht mehr werden aufgeben wollen.“

Dieses Buch ist ein Plädoyer zur Selbstermächtigung. Ich bin sehr dankbar dafür und empfehle es wärmstens.




Flow

im Fluß der Liebe sein.

Das Moldauherz

Im Fluß der Liebe
strömt das Vertrauen.

Im Fluß der Liebe
spiegelt sich das Mitgefühl.

Im Fluß der Liebe
tummeln sich Versöhnung und Verzeihen.

Im Fluß der Liebe
plätschert die Leichtigkeit.

Im Fluß der Liebe
gleitet sanft die Dankbarkeit und der Friede.

Im Fluß der Liebe
findest Du den Grund in Dir

Tauche ein in Deinen Fluß.

Künstler Walter Schnabl

Dankbar für diese Zeilen, die mir in meiner heutigen Meditation geschenkt wurden.

Erwarten wir Gutes…

…. und bessern uns drauflos

Alle Jahre wieder kursieren zum Jahreswechsel unzählige gute Ratschläge:

Loslassen von Altem, Ziele und Visionen für das Neue, das Neue Jahr gut planen, alle guten Vorsätze niederschreiben und so weiter und so weiter.

Ich halte es heuer mit Erich Kästners Spruch für die Silversternacht

Man soll das Jahr nicht mit Programmen
beladen wie ein krankes Pferd.
Wenn man es allzu sehr beschwert,
bricht es zu guter Letzt zusammen.

Je üppiger die Pläne blühen,
um so verzwickter wird die Tat.
Man nimmt sich vor, sich zu bemühen,
und schließlich hat man den Salat!

Es nützt nicht viel, sich rotzuschämen.
Es nützt nichts, und es schadet bloß,
sich tausend Dinge vorzunehmen.
Lasst das Programm! Und bessert euch drauflos!

Aber eines kann dabei hilfreich sein:

Guter Tipp von Oups

Leben – Der Weg ist das Ziel

Unlängst in Villach – mein Mann hatte im Warmbad Villach eine dreiwöchige Kur genossen und ich habe mir ein paar Tage Auszeit ebendort gegönnt….

Als ich ankam, hat er mir einen der wunderbaren Wanderwege im Naturpark Dobratsch gezeigt. Wir sind flott ausgeschritten auf diesem Rundweg, entlang des berühmten Maibachls (es hat noch die Woche davor gesprudelt, jetzt aber ist es wieder versiegt),

vorbei an der mächtigen Kadischenwand, über die magische Napoleonwiese mit den Hügelgräbern. Der Weg ist ein naturbelassener Naturweg, mit leichten Auf- und Abstiegen, manchmal steinig aber wie gesagt, wir sind recht flott unterwegs gewesen.

Am dritten Tag meines Aufenthaltes war die Landschaft wie verzaubert:
Es schneite. Wir nutzten diese magische, weihnachtliche Stimmung und gingen den Weg noch einmal im dichten, leisen Schneefall. Der flaumige, weiße Schnee hat die Landschaft verwandelt, sie wirkte weicher, wir gingen mit mehr Aufmerksamkeit unseren Weg. Der Naturweg verlangte von uns mehr Achtsamkeit, die Steine waren rutschig, die Unebenheiten unter der Schneedecke waren nicht mehr zu sehen, sondern nur zu spüren.
Jeder Schritt mußte mit Bedacht gemacht werden.

Für mich sind diese beiden Wanderungen eine wunderbare Metapher für den Lebensweg, den jede/jeder von uns geht. Manchmal geht es flott und ohne große Herausforderungen dahin – der Weg ist sozusagen „a gmahte Wiesn“.
Dann aber gibt es Situationen, die schwierig und kräftezehrend sind. Diese Teilstücke fordern unsere Aufmerksamkeit, unsere Achtsamkeit und Bedachtsamkeit.
Wenn man dann die Schwierigkeiten überwunden hat, macht sich ein großartiges Gefühl in uns breit.

Glück – So jedenfalls habe ich diese Schneewanderung empfunden.



Leben – unser größtes Geschenk?

Ao. Univ.-Prof DDr. Matthias Beck sagte bei seinem Vortrag „Leben wie geht das“, den er im Rahmen der Bildungsoffensive in Feldbach hielt, folgenden Satz

„Leben ist ein Geschenk.“ 

Dieses Geschenk passt ja jetzt ganz gut in unseren vorweihnachtlichen Geschenke-Kauf-Stress: Für alle Lieben das Passende zu finden. ist in der Zeit des Überflusses gar nicht leicht. Als ich Kind war, gab es zu Weihnachten sozusagen Standardgeschenke: Das war für mich auf jeden Fall ein neuer Pyjama und  was noch so an Kleidung gebraucht wurde. Was für eine Freude das für mich war. und wie habe ich meine neuen Sachen wertgeschätzt. Ganz traurig war ich, wenn der neue Pyjama gewaschen werden mußte und ich in der nächsten Zeit mit dem alten ins Bett mußte. Und ich erinnere mich auch noch an ein besonderes Geschenk – eine Puppe, die nicht meiner Vorstellung entsprach. Ich war ganz enttäuscht und traurig.
Und doch war das Schenken und Beschenktwerden früher leichter als für uns heute. Wir können uns zur Zeit dem Konsum(terror) im Advent kaum entziehen.  Adventmärkte in allen Städten, an allen Ecken, die Medien sind voller vorweihnachtlicher Sonderangebote, das Glitzern und Funkeln schon ab Mitte November, um die Kaufstimmung anzukurbeln –  alles wird zuviel und verliert den Zauber, den Geschenke für mich bedeutet haben.

Doch zurück zum Geschenk Leben.
Wir bekommen es, ob wir es uns wünschen oder nicht.


Ob wir es wünschen oder nicht – dazu fällt mir die Geschichte einer Freundin ein, die ihre vierjährige Enkelin Ilvi gefragt hat: „Was wird dir das Christkind wohl bringen?“ Sie wollte wissen, was sie sich wünscht, weil sie nicht weiß, was sie ihr schenken soll.  Die Antwort von Ilvi war: „Ich werde dann schon sehen, was mir das Christkind bringt.“ Meine Freundin weiß zwar jetzt nicht, was sie Ilvi schenken soll, aber eines ist klar: Ilvi ist offen für jede Überraschung und bereit anzunehmen, was kommt.

Dieser unbeschwerte kindliche Zugang – offen zu sein für alles, was wir geschenkt bekommen – ist, wenn es um unser Geschenk Leben geht, nicht immer so einfach – oder?

Wenn ich jetzt an Weihnachten oder auch Geburtstage denke: Was mache ich mit einem Geschenk, das ich nicht mag?
Ich habe drei Möglichkeiten:
1) Ich kann es wegwerfen oder in eine Ecke stellen;
2) ich kann es weiterschenken oder
3) ich kann die Liebe dahinter entdecken und es wertschätzen.

Diese drei Möglichkeiten haben wir eigentlich auch mit dem wunderbaren Geschenk Leben. Wenn wir die dritte der Möglichkeiten für uns wählen und mit Vertrauen, dass alles einen Sinn hat, mit Dankbarkeit, Liebe, Humor und Mut annehmen, was das Leben bringt, ist es wirklich das größte Geschenk.

Die Welt ist schön

Ich bin vor einiger Zeit auf einen wunderbaren und berührenden Text gestoßen, der viele Jahrhunderte überdauert und der uns in stürmischen Zeiten wie sie aktuell sind, ein guter Wegweiser für ein erfülltes Leben sein kann.

„Desiderata“ wurde in Old SaintPaul’s Church in Baltimore, England, gefunden und ist 1692 datiert


Sei gelassen inmitten von Lärm und Hast und denk an den Frieden, der in der Stille liegenkann.


Soweit dies möglich ist, ohne dich selbst aufzugeben, vertrage dich gut mit allen Leuten. Sag deine Wahrheiten ruhig und klar und höre die anderen an, sogar die Dummen und Unwissenden; auch sie haben etwas zu erzählen.

Meide laute und angriffige Personen, sie stören den Geist.

Wenn du dich mit anderen vergleichst, magst du eitel oder bitter werden, denn es wird immer größere und kleinere Menschen als dich geben.

 Genieße, was du erreicht hast und freue dich deiner Pläne.

Bleibe voll Interesse an deinem Beruf, was er auch immer sein mag; er ist ein wirklicher Besitz im Wandel der Zeiten.

Nimm deine Geschäfte immer mit Umsicht wahr, denn die Welt istvoll Arglist. Aber lass deine Augen darob nicht blind werden für das, was an Tugenden vorhanden ist; viele Menschen streben nach hohen Idealen, und überall ist das Leben voller Heldenmut.

Sei dir selbst treu.
Täusche insbesondere keine Zuneigung vor. Sei auch nicht zynisch der Liebe gegenüber, denn sie ist angesichts aller Härten und Enttäuschungen so beständig wie das Gras.
Nimm das, wozu dir die Jahre raten, gern entgegen und gib die Dinge deiner Jugend mit Gelassenheit auf.
Pflege die Zucht des Geistes, damit du in einem plötzlichen Schicksalsschlag gewappnet bist. Aber mach dich nicht unglücklich mit Dingen, die du dir einbildest.

Manche Furcht hat ihren Ursprung in Müdigkeit und Einsamkeit. Außer einer gesunden Selbstdisziplin – sei nett zu dir selbst.

Du bist ein Kind des Universums, nicht weniger als es Bäume und Sterne sind. Du hast einRecht darauf, hier zu sein. Und ob du es begreifst oder nicht, das Universum entfaltet sich so, wie es sollte. Leb deshalb in Frieden mit Gott, wen immer du dafür hälst, und in Frieden mit deiner Seele, was immer dein Streben und Tun im lärmigen Durcheinander des Lebens sei. Trotz aller Plackerei, aller Enttäuschungen und allerzerborstenen Träume:
Die Welt ist doch schön.